„Wir brauchen ein Video“ ist ein Anfang. Für eine passende Produktion fehlen dann noch wichtige Entscheidungen: Was soll der Film erklären? Wo wird er gezeigt? Wer muss mitwirken? Ein gutes Briefing beantwortet diese Fragen vor dem Dreh. Dafür brauchst du kein fertiges Drehbuch, sondern klare Ziele und einen realistischen Rahmen.

Das erwartet dich

Die gewünschte Wirkung konkret beschreiben

Formuliere, was jemand nach dem Anschauen wissen oder tun soll. Ein Film zur Mitarbeitersuche beantwortet andere Fragen als eine Produktvorstellung. „Unser Unternehmen zeigen“ ist sehr offen. „Interessierten zeigen, wie der Arbeitsalltag im Montageteam aussieht“ gibt der Produktion bereits eine Richtung.

Beschreibe auch die Zielgruppe und ihre Ausgangslage. Kennt sie dein Angebot schon? Welche Unsicherheit soll das Video auflösen? Sammle häufige Fragen aus Gesprächen und wähle die wichtigste aus. Wenn mehrere Ziele gleich wichtig erscheinen, lohnt sich die Entscheidung, ob einzelne Filme verständlicher wären.

Die späteren Einsatzorte zuerst festlegen

Ein Film für eine Messe läuft unter anderen Bedingungen als ein Beitrag auf einer Website. Vor Ort schaut das Publikum vielleicht ohne Ton und nur kurz hin. Auf der Website kann ein erklärendes Gespräch sinnvoll sein. Notiere daher alle vorgesehenen Einsatzorte und den jeweils gewünschten nächsten Schritt.

Kläre, welche Bildformate und Fassungen benötigt werden. Für einen senkrechten Ausschnitt müssen wichtige Inhalte schon beim Dreh passend im Bild liegen. Ein späterer Zuschnitt löst nicht jede Aufgabe. Untertitel, Einblendungen und alternative Einstiege solltest du ebenfalls früh besprechen.

Aussagen durch konkrete Szenen zeigen

Liste drei Aussagen auf, die im Film ankommen sollen. Suche für jede eine beobachtbare Situation. „Wir arbeiten eng zusammen“ lässt sich etwa mit einer echten Abstimmung am Projekt zeigen. „Wir prüfen sorgfältig“ braucht eine nachvollziehbare Prüfsituation. Solche Szenen helfen mehr als eine Sammlung allgemeiner Schlagworte.

Bei Interviews unterstützen offene Fragen die Vorbereitung. Statt einen Werbesatz auswendig lernen zu lassen, frage nach einem Beispiel aus dem Alltag. Lege fest, wer fachliche Angaben prüft und welche Bereiche oder Informationen nicht ins Bild gehören. So kann das Team vor Ort konzentriert arbeiten.

Drehorte, Beteiligte und Freigaben vorbereiten

Wer öffnet den Drehort, begleitet das Team und koordiniert Mitwirkende? Sind die Räume während der vorgesehenen Zeit nutzbar? Geräusche, Publikumsverkehr und ein laufender Betrieb beeinflussen die Aufnahme. Informiere Beteiligte rechtzeitig über Ablauf und Zeitbedarf.

Besprecht außerdem, welche Zustimmungen und Nutzungsrechte vorliegen müssen. Bestimmt eine verantwortliche Person, die offene Fragen zu Personen, Räumen und Material vor dem Dreh klärt. Musik, Fotos und zusätzliche Logos sollten gezielt ausgewählt und für die vereinbarte Verwendung freigegeben werden.

Die Abnahme als Teil der Produktion planen

Ein fertiger Schnitt braucht einen eindeutigen Rückmeldeweg. Sammle Kommentare aus deinem Team und liefere eine abgestimmte Liste mit Zeitangaben. Widersprüchliche Einzelrückmeldungen machen eine Korrekturrunde schwer planbar. Vereinbare daher vorab, wer die finale Entscheidung trifft.

Halte Ausspielungen, Abgabetermin und Umfang der vorgesehenen Korrekturen im Briefing fest. Plane zwischen erster Fassung und Veröffentlichung Zeit für Prüfung und Export ein. Ein Beispielablauf lautet: Erst Inhalt und Reihenfolge abstimmen, anschließend Texte kontrollieren und zuletzt die finalen Dateien prüfen.

Deine Checkliste für die Vorbereitung

  • Zielgruppe und gewünschte Wirkung benannt?
  • Einsatzorte und benötigte Bildformate gesammelt?
  • Drei Hauptaussagen mit passenden Szenen verbunden?
  • Drehorte, Beteiligte und Zustimmungen organisiert?
  • Freigabeverantwortlichen und Rückmeldefrist festgelegt?

Den nächsten Schritt gemeinsam planen

Du planst einen Film für dein Unternehmen oder deinen Verein? Auf unserer Seite zu Media & Streaming findest du den Einstieg in die gemeinsame Planung. Ein kurzes Briefing hilft uns, über den passenden Produktionsumfang zu sprechen.